Amjad, ein junger Teenager von 13 Jahren, ist seit mehr als einer Woche verschwunden, nachdem er aus seinem Heim in Gap geflohen ist. Nach einem ersten Ausbrechen wurde er kurzzeitig in Marseille gefunden, verschwand jedoch schnell wieder. Seine Mutter und seine Großmutter warnen vor dem Mangel an Unterstützung, der diese besorgniserregende Situation umgibt, und befürchten, dass er in den Drogenhandel geraten könnte.
Das besorgniserregende Verschwinden
Die Mutter von Amjad drückt eine tiefe Besorgnis über ihren Sohn aus und erklärt: „Ich bin extrem besorgt um meinen Sohn, ich habe Angst.“ Dieser Hilferuf folgt auf ein Verschwinden, das am 23. März stattfand und erst drei Tage später offiziell anerkannt wurde, was zur Eröffnung einer Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft von Gap führte. Diese Verzögerung bei der Anerkennung des Verschwindens hat eine Reihe von Alarmzeichen innerhalb der Familie ausgelöst, die versucht hat, die Behörden zu mobilisieren.
Ein chaotischer Weg
Vor seiner Flucht lebte Amjad im Heim Perce-Neige in Gap. Obwohl er bereits früher geflohen war, kam er gewöhnlich jede Nacht zurück. Dieses Mal wurde er von einem Paar in Marseille gefunden und zur Gendarmerie gebracht. Anstatt ihn nach Gap zurückzuschicken, wurde er über Nacht in einem Notheim in Marseille untergebracht. Am nächsten Tag verschwand Amjad erneut, und seine Mutter hatte keine Nachrichten mehr.
Familiäre Alarmzeichen
Die Mutter von Amjad gesteht, dass ihr Sohn besorgniserregende Wünsche geäußert hat: „Er hat mir gesagt, dass er chouf in der Castellane werden möchte“, was Bedenken über seine Absichten aufwirft. Mehrere Mitglieder der Familie und Erzieher haben Bedenken über seine Bekannten geäußert und festgestellt, dass er in Begleitung von Erwachsenen und beim Konsumieren von Alkohol beobachtet wurde. Sein Verhalten spiegelt eine besorgniserregende Abdrift wider.
Unzureichende Betreuung
Die Situation von Amjad hat sich verschlechtert, da seine Mutter im Krankenhaus ist und kämpft, um für sein Wohlbefinden zu sorgen. Die Platzierung im Heim, die als Lösung gedacht war, scheint seinen Zustand verschärft zu haben. Seine Mutter betont eine unzureichende Betreuung ihres Sohnes, für den die Erzieher der Heime behaupten, sie hätten nicht genug Zeit, um sich angemessen um ihn zu kümmern. Die Großmutter hingegen berichtet von einem Kind, das psychologische Unterstützung benötigt, die ihm nicht gewährt wurde.
Vergebliche und verzweifelte Bemühungen
Angesichts dieser alarmierenden Situation hat die Familie zahlreiche Briefe geschickt, um die Behörden zu alarmieren. „Wir haben alles versucht“, fasst die Mutter von Amjad zusammen, die die Überstellung ihres Sohnes nach Marokko statt seiner Platzierung im Heim gefordert hat. Diese Bemühungen haben keinen Erfolg gehabt, was die Familie verzweifelt und auf der Suche nach Antworten lässt. Jeder Tag, der vergeht, ohne Neuigkeiten, verstärkt ihre Angst.